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My First Blog Post

Hallo!

Ich weiß gar nicht, wie ich starten soll… Ich glaube ich fang einfach mal damit an, warum ich mich dazu entschieden habe, einen Blog zu beginnen. Ich weiß nicht, wohin mich dieser führt, aber ich denke, ich schreibe diesen Blog vor allem für mich selbst. Ich glaube, es wird mir helfen, mich selbst besser zu verstehen. Und ich scheibe diesen Blog irgendwie auch für euch alle da draußen. Manche werden sich angesprochener fühlen als andere oder aber vielleicht fühlt sich auch niemand angesprochen. Wie gesagt, ich weiß nicht, wohin das alles führen wird! 😀

Also,… ein herzliches Willkommen an alle Leser, die sich entweder hierher verirrt haben oder die freiwillig und aus Neugierde hier mal reinschnuppern wollen.

Wie alles begann…

Hallo ihr Lieben,

dies wird nun mein erster richtiger Blogeintrag, also abgesehen von meiner Vorstellung… Irgendwie bin ich etwas nervös, da ich noch gar nicht so richtig weiß, wie ich anfangen sollte. Aber ich denke, mit dem guten alten Wie alles begann liege ich gar nicht so falsch, oder?

Also, wir schreiben das Jahr 1993, ne Stopp, das ist das Jahr meiner Geburt. Das wäre doch etwas zu weit ausgeholt. Ich spule einfach mal vor, sodass wir uns im Jahr 2006 befinden.

Zu diesem Zeitpunkt spielte ich aktiv Volleyball und das auch noch in einem richtigen Leistungsstützpunkt. Der Sport machte mir sehr viel Spaß, ich ging richtig auf und genoss die Zeit, die ich mit meinen Teamkolleginnen und gleichzeitig Freunden verbringen konnte. Wie jeder Sport bringt auch Volleyball öfters mal Verletzungen mit sich, sodass ich schon damals mit meinen 12 Jahren regelmäßige Orthopädie-Besuche über mich ergehen lassen musste. So auch im Spätsommer 2006. Ich hatte mir eine Hüftverletzung zugezogen, schmerzhaft, aber das war ich ja nun durch den Sport gewöhnt. Also alles halb so wild. Ihr müsst wissen, dass ich eine sehr besorgte Mama habe. Bei ihr schrillen immer gleich alle Alarmglocken, sodass ich schon damals, manchmal, überlegt habe, was ich ihr sage, gesundheitlich, und was nicht. So auch diesmal, denn die Schmerzen in meiner Hüfte waren nicht das Einzige, was mich gestört hat. Seit einigen Tagen, wenn nicht sogar schone knapp zwei Wochen nervte mich mein rechtes Bein. Es fühlte sich komisch schwer und taub an. Ich schob es damals auf die Hüftverletzung, denn durch diese hätte ich mir ja auch einen Nerv einklemmen können. (Nicht wundern, ich hatte schon damals ein gewisses medizinisches Verständnis, da ich ständig bei Ärzten war (wegen des Sports).)
So kam es, dass ich erst dem Arzt sagte, dass ich ein merkwürdiges Gefühl in meinem Bein hätte. Er machte daraufhin ein paar Untersuchungen, schaute sich alles genau an und kam zu dem Schluss, dass es kein eingeklemmter oder gereizter Nerv sein konnte. Da die Frau des Orthopäden eine Neurologin ist und auch noch im selben Ärztehaus arbeitete, überwies er mich sofort zu ihr. Also raus aus der Orthopädie und rein in die Neurologie. So, da war ich nun. Meine Mama neben mir war schon total aufgelöst und ein wenig angesäuert, da ich ihr nichts erzählt hatte. Nach einiger Warterei durften wir zur Neurologin ins Sprechzimmer. Dort sollte ich einige Übungen machen, sie schaute, probierte und kam zu einem, nein zu drei Schlüssen. Welche das waren, sollte ich erst viele Jahre später erfahren, denn unglücklicherweise musste ich dringend zur Toilette. Die Neurologin nutzte meine Abwesenheit, um meiner Mama ihre drei Vermutungen mitzuteilen. Ich selbst kann mich nur noch daran erinnern, dass meine Mama in Tränen aufgelöst im Sprechzimmer saß.
Ich möchte euch nicht auf die Folter spannen, hier kommen die drei Szenarien, in der richtigen Reihenfolge, die meiner Mama unterbreitet wurden:

            1. Hirntumor
            2. ADEM
            3. Multiple Sklerose

So…, eine Mutter, die mit ihrer Tochter eigentlich nur einen weiteren Orthopädie-Besuch abarbeiten musste, ist nun auf dem Weg ins Krankenhaus. Sie weiß nicht mehr, wie sie dorthin gekommen ist, wie sie es geschafft hat, Auto zu fahren, ohne einen Unfall zu bauen.

So, ich denke, das reicht für heute. Morgen erzähle ich dann weiter. Irgendwie ist es recht anstrengend, sich mit solchen Erinnerungen noch einmal bewusst auseinander zu setzen.

Wie geht es euch mit so etwas? Fällt es euch relativ leicht, euch noch einmal mit etwas Einschneidendem auseinander zu setzen, nehmt ihr es direkt als Chance, Erlebtes zu verarbeiten oder müsst ihr euch dazu überwinden und verdrängt lieber unangenehme Erlebnisse?

Das bin ich…

Ich bin Michi, eine glücklich verheiratete Frau von 25 Jahren. Ich lebe in Leipzig, bin gerade mit dem Referendariat fertig geworden und habe es mir nun zur Aufgabe gemacht, einen Blog zu verfassen. Es gibt noch etwas, was ihr über mich wissen solltet. Ich habe seit 12 Jahren Multiple Sklerose und ich denke, dass dies der Hauptgrund für diese Aktion ist. Ich möchte gern meine Erfahrungen teilen, wie es war als junges Mädchen diese Diagnose zu bekommen und damit umzugehen, wie es jetzt ist, wie das Leben so läuft und so weiter. Ich möchte hier unter keinen Umständen irgendeinen Leidensweg aufzeigen, sondern eher und auch das wahrscheinlich wieder mehr für mich selbst, darstellen, dass MS keine Krankheit ist, die einen Menschen unbedingt in die Knie zwingen muss.
Ach und noch etwas. Ich möchte, wenn andere MS-Patienten diesen Blog lesen, niemandem auf den Schlips treten. Alles was ich hier schreibe, sind meine eigenen Erfahrungen, Ansichten und Erlebnisse. Wenn sie jemandem missfallen, so möchte ich doch bitten, keine Hasskommentare hierzulassen oder andere Schmähungen zu hinterlassen. Vielleicht helfen meine Berichte auf dem einen oder anderen Weg, vielleicht bereiten sie auch einfach nur Kopfschütteln. Ich zwinge niemanden meinen Blog auf (kann ich ja gar nicht :D).

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